der ökologische Fußabdruck

Erstmals in der Neuzeit könnte die Generation der Kinder schlechtere Zukunftschancen haben als ihre Eltern. Es gilt zu erkennen, dass Klima-, Finanz-, Wirtschafts-, Hunger- und weitere Krisen, genauer betrachtet, Symptome des gleichen Phänomens sind: Der Planet Erde ist zu klein geworden – zumindest für die Ansprüche von einem Viertel der Menschheit, der „Global Consumer Class“.

Berechnungen des Ökologischen Fußabdrucks (Footprint) der letzten Jahre zeigen, dass die Menschheit als Ganzes bereits 1,4 Planeten in Anspruch nimmt, also auch ökologisch sozusagen nur mehr auf Kredit lebt. Im Jahr 2010 hatte die Menschheit bereits am 21. August alles an Biokapazität verbraucht, was die Erde in einem Jahr bereitstellen kann. Trotz dieser unhaltbaren Übernutzung des Planeten verhungern jährlich Millionen von Menschen, und  eine Milliarde Menschen und mehr leben in bitterer Armut. Die unterpriviligierten 3/4 der Menschheit hätten alles Recht, ebenfalls mehr Energie und mehr Güter zu verbrauchen. Würden sie allerdings ebenso maßlos leben wie das wohlhabende Viertel, so bedürfte es fast dreier Planeten von der Qualität der Erde. Die kann und wird es nicht geben!

Wie kein zweites naturwissenschaftliches Maß erlaubt der Ökologische Fußabdruck die ökologischen und sozialen Notwendigkeiten zu verbinden. Da die Erde nicht wachsen wird ist jede Fläche, die über das faire Maß von etwa 1,5 Global Hektar in Anspruch genommen wird, einem anderen Menschen vorenthalten. Mit etwa 4,5 globalen Hektar leben die EuropäerInnen weit über dem Soll, auf Kosten anderer, auf Kosten der Natur und auf Kosten zukünftiger Generationen.

Die Idee vom „Guten Haushalten“, die sowohl hinter „Ökologie“ wie auch hinter „Ökonomie“ steckt,  kann durch das Konzept des Ökologischen Fußabdrucks zu einem neuen „Globalverstand“ verschmelzen. Die Goldene Regel,  „global Denken, lokal Handeln“, wird zum selbstverständlichen Leitbild einer zukunftsfähigen Welt.

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Globalverstand braucht Nachhaltigkeits-Bildung!

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